Testbericht Armytek Wizard Pro

Testbericht Armytek Wizard USB - Tester Klaus Nass

Ich hab ja nun in meinem langen Veranstaltungstechnikerleben etliche Taschenlampen
verwendet.
Einige haben mich lange und zuverlässig begleitet. (z.b. Maglite). Andere sind schon nach einwöchiger Anwendung in den Recyclingcontainer gewandert. Nach einjährigem Testlauf kann ich über die „Armytec Wizard USB“ folgendes Urteil abgeben: Die beste Taschenlampe, die ich je hatte.

Helligkeit:
Absoluter Burner. Im Boostmode schlägt die Lampe alles, was in dieser Liga etwas auf sich hält. Beim Shootout mit Kollegenlampen hab ich stets frustrierte Verlierer zurück-gelassen. Das Gerät ist einfach brutal hell.
Aber: Achtung. Im Boostmode wird der Kopf, der die Cree LED enthält, nach kurzer Zeit so richtig heiß.
Trägt man die Lampe am Körper, sollte man tunlichst darauf achten, dass ein versehentliches Einschalten vermieden wird. Dies läßt sich durch eine einfache Drehung des Lampenbodens gegen den Uhrzeigersinn bewerkstelligen.

Design:
Die Wizard USB ist nach dem Leuchtturmprinzip entwickelt. Das heißt, stellt man sie aufrecht hin, tritt das Licht im 90° Winkel heraus. Das mag anfänglich ein wenig irritieren. Man gewöhnt sich allerdings sehr schnell an die etwas andere Handhabung. Ein starker Magnet im Unterboden sorgt für schnelle Positionierung, sofern sich Stahlkomponenten in Reichweite befinden. Das Gehäuse ist äußerst robust und liegt durch seine Kompaktheit und Griffrillen im oberen Teil perfekt in der Hand.

Bedienung:
Die Bedienung der Taschenlampe setzt ein klein wenig Lernwille voraus. Die vier von mir verwendeten Modi-An/An,heller/Powerboost/Strobo lassen sich leicht an der Seite des Kopfes durch einen Drucktaster steppen.
Achtung: Nach dem Ausmachen behält sich die Elektronik den letzten Zustand. Wünscht man einen anderen Mode, muss wieder durchgesteppt werden.

Ladung:
Im Lieferumfang ist ein USB Ladekabel enthalten. Das Wiederaufladen mittels eines Rechners ist aber leider ein langwieriges Unterfangen. Mit einem USB Ladestecker kommt da schon wesentlich schneller voran. Das Instrument ist sparsam im Verbrauch, solange man nicht häufig und lange Zeit den Powermode benutzt.

Fazit:
Die „Wizard USB“ ist eine herausragende Lampe mit kleinen Schönheitsfehlern. Das mitgelieferte Stirnband, in welches man das Gerät einschieben kann, ist nicht wirklich praktikabel. Durch das hohe Eigengewicht ist das Handling nicht sehr kommod und daher auch nicht mit erheblich leichteren Kopflampen zu vergleichen. Desweiteren muss man beim Nachkauf des Akkus schon mächtig in die Tasche greifen. All dies kann mir den Spaß an der „Wizard“ letztlich nicht verderben.
Coole Lampe.

 

Der Tester Klaus Nass ist seit mehr als 30 Jahren in der Veranstaltungstechnik tätig, Sachkundiger für Veranstaltungsrigging nach SQ Q2 und Geschäftsführener Gesellschafter der Firma Flashlight Veranstaltungstechnik. Als Rigger, Lichtspezialist und Tool-Purist legt er Wert auf hochwertiges, robustes Werkzeug, das das Material schont und im Zweifel an den Gürtel passt. Ganz getreu dem Motto "Weniger ist mehr", wenn man lange Zeit auf Jobs unterwegs ist.

 

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