SQQ2 Level 3
Karriere im Veranstaltungsrigging: SQQ2 Level 3 absolvieren für mehr Verantwortung! Nach Abschluss von Level 1 und 2 vertiefen Sie Ihr Wissen und übernehmen eigenverantwortlich komplexe Projekte im Rigging. Bereiten Sie sich auf anspruchsvolle Aufgaben vor - alle relevanten Informationen finden Sie hier im Überblick!
Voraussetzungen
- Abschluss Sachkunde für Veranstaltungsrigging Level 2
- Mindestens zwei Jahre Tätigkeit als Sachkundiger für Veranstaltungsrigging Level 2
- Erfahrung durch mindestens 50 Einsatztage als Sachkundiger für Veranstaltungsrigging Level 2 innerhalb der letzten 12 Monate vor Lehrgangsbeginn. Der Nachweis über die Einsatztage ist nachvollziehbar schriftlich zu erbringen und muss verbindlich von einer namentlich genannten fachlichen Aufsicht gegengezeichnet sein.
- Ausbildung in der Ersten Hilfe (9 UE)
Tätigkeiten
- Leitung, Aufsicht und Koordination des gesamten Gewerkes Rigging
- Kommunizieren mit anderen Gewerken
- Erstellen von technischen Gesamtdokumentationen
- Auswerten und Berücksichtigen/Interpretation komplexer statischer Berechnungen
- Koordinieren des Arbeitsschutzes im Bereich Rigging
- Planen und Erstellen von Rettungskonzepten bei erhöhtem Gefährdungspotential
- Einleiten, Koordinieren und Ausführen von Rettungsmaßnahmen
Rechtliche Grundlagen, Arbeitsschutz und Gefährdungsbeurteilung
Arbeitsschutzkoordination, Betriebssicherheitsverordnung, Vertragsrecht (insbesondere: Arbeitnehmerunterlassung, Dienstvertrag, Werkvertrag), Erstellen von Gefährdungsbeurteilungen für komplexe Riggingproduktionen, Berücksichtigen gegenseitiger Gefährdungen mit anderen Gewerken, Koordinieren des Arbeitsschutzes und Abstimmung mit anderen Gewerken, Organisieren einer Rettungskette und Planen von Rettungsmaßnahmen
Riggingspezifische Statik
Kennen des Sicherheits- und Bemessungskonzeptes der semiprobabilistischen Teilsicherheitsbeiwerte im Vergleich zum Konzept der zulässigen Spannungen, Berechnen von Mehrfeldträgern mit Hilfe von Beiwerten aus Bautabellen, Kennen von Softwarelösungen und deren Anwendungsgrenzen, Berechnen und Auswerten von lokalen Spannungen in Traversen, Berechnen der Bodenbelastungen bei geständerten und unterpallten Konstruktionen (z.B. Tower), Auswerten der Typenstatiken von Traversen, Berücksichtigung besonderer dynamischer Lastenteile (z.B. Störfall) beim Einsatz von Hebezeugen zum szenischen Bewegen von Personen und Lasten über Personen. (Kennen und Anwenden der unterschiedlichen Anforderungen der einzelnen Hersteller von Hebezeugen in Bezug auf die Systemauswahl), Berücksichtigung von besonderen Systemanforderungen beim Einsatz von Artisten, Sturz einer Masse in ein Sicherungssseil
Systemauswahl
Auswerten einer statischen Berechnung und Übertragung auf die Planung, Auswahl von maschinentechnischen Einrichtungen insbesondere gemäß SQP2, Berücksichtigung von Wetterereignissen, Auswahl von Hilfstragwerken für spezielle, komplexe Riggingsituationen
Sicherungssysteme gegen Absturz
Vertiefen der Kenntnisse über verschiedene Sicherungssysteme, Bewerten von ortsfesten und temporären Sicherungssystemen anhand der Herstellerangaben, Erstellen der erforderlichen Dokumente (z.B. Betriebsanweisung, Übergabeprotokoll, Rettungskonzept) vor Anwendung der Sicherungssysteme, Durchführung der Unterweisung der Anwender vor Anwendung der Sicherungssysteme
Technische Kommunikation
Betreuung eines Riggingprojektes von der Designvorgabe bis zur technischen Umsetzung, Austausch aller relevanten Planungsunterlagen in Schriftform mit z.B. lokalen Riggingpartnern, Auftraggebern, Statikern & Betreibern von Versammlungsstätten
Projekt- und Personalkoordination
Planen, Durchführen und Dokumentieren von projektspezifischen Unterweisungen, Festlegen von Organisations-, Auswahl-, Aufsichts-, und Fachverantwortung (Aufbauorganisation), Festlegen von zeitlich Abläufen (Ablauforganisation), Delegieren von Aufgaben und Übertragen von Pflichten, Festlegen von Kompetenzen für Arbeitsaufgaben, Auswahl des benötigten Personals (Anzahl und Qualifikation) unter Berücksichtigung der zu erwartenden Gefährdung, Erstellen von Leistungsverzeichnissen zur Angebotsanfrage, Erstellen von Protokollen und Projektdokumentationen
Personale Kompetenzen
Grundlagen der Kommunikation (verbal, nonverbal) anwenden, Gespräche strukturieren, Zielorientiert kommunizieren, Konflikt- und Kritikgespräche führen, Führen von Teams, Gruppenprozesse verstehen, Führungsstile und -Strategien anwenden, Selbstständig agieren, Selbstbild und Fremdbild unterscheiden, verantwortliches Handeln, Situationen und Kritik reflektieren
Prüfung
Die Prüfung besteht aus zwei Teilen:
- Die theoretische Prüfung wird schriftlich abgelegt und besteht aus den genannten & separaten Prüfungsteilen. (Rechtliche Grundlagen, Systemauswahl, etc.)
- Das Fachgespräch dauert ca. 30 min und besteht aus dem Bereich Projekt- und Personalkoordination und personale Kompetenzen.
Ausführlichere Informationen finden Sie bei der IGVW - Interessengemeinschaft Veranstaltungswirtschaft
Weitere Informationen
Auf den folgenden Seiten finden Sie weitere Informationen vorangegangener Level, Bildungsanbietern, Grundausstattung und Fördermöglichkeiten.